Seminar 1976
 

Inhalt

 

Das Resultat, die Nummer vier erscheint, wenn du nichts mehr hast, das aufgegeben werden muss. Tatsächlich sollte alles verschwinden, anstatt dass es aufgegeben werden muss.
Die Vorstellung etwas aufzugeben, ist hier nicht angebracht.
Dir wird klar, die Probleme, die du stets versucht hast abzuwehren, erscheinen nicht mehr.
Sie sind einfach verschwunden. Dies geschieht ganz automatisch, und zwar aufgrund der Tatsache, dass du jenseits jeder theistischen Vorstellung oder jenseits irgendeiner Form des spirituellen Materialismus praktiziert hast. Darum hast du die beste aller besten spirituellen Disziplinen entdeckt. Deshalb musst du nichts wirklich aufgeben. Stattdessen verschwinden die Dinge einfach. All deine sogenannten Ärgernisse gehen einfach, anstatt dass sie aufgegeben werden.
Die Aussage des spirituellen Materialismus, die besagt, man solle die Dinge aufgeben, ist eines der größten Ego-Trips. Andauernd überleben und zehren die Leute davon, dass sie etwas abwehren oder sich an etwas festklammern. Du klammerst dich an deinen sogenannten Gott. Das hilft dir, deine ungeklärten Probleme aufzugeben – deinen Alkoholismus, deinen Zigarettenkonsum, deine Nymphomanie usw. Du gibst sie auf. Anschließend fühlst du dich gereinigt. Du fühlst dich großartig. Du gibst sie auf. – Aber sie verschwinden einfach nicht. Sie verschwinden deshalb nicht, weil du sie aufgegeben hast. Darum kommen sie immer wieder. Dies nennen die Theisten die "Macht des Bösen." Nach ihrer Auffassung ist die Versuchung die größte Bedrohung.
Aber gemäß der buddhistischen Tradition des Nichttheismus existiert das Böse nicht.
Die Versuchung existiert nicht. Du selbst bist der Versucher. Die Situation bewirkt nichts weiter, als dir Auftrieb zu verleihen. In Wirklichkeit brauchst du keine Kriegführung innerhalb der göttlichen Hierarchien. Die Dinge steigen auf und die Dinge gehen unter. – Aber grundsätzlich lichten sich die Dinge von selbst. Es ist wie das Ende einer starken Regenzeit. Du siehst zwar immer noch dunkle Wolken. Aber im Süden, Osten und Westen gibt es kleine Aufhellungen. Die Wolken beginnen sich zu lichten, anstatt dass du sie wegschiebst.

 

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