Seminar 1979
 

 

 

 

Inhalt

 

Ein weiteres Mal werden wir über Shamatha sprechen. Heute werden wir die tatsächlichen Techniken der Shamatha-Praxis erörtern. Der tibetische Begriff für Shamatha heißt Jogpa. Wörtlich übersetzt bedeutet das "hinstellen," "eine Stellung einnehmen" oder "zur Ruhe kommen."
Die Idee ist hier – du versetzt dein Sein oder dich selbst in den Zustand der Disziplin von Shamatha bzw. lässt dich in ihr nieder.

Zuerst stellt sich die Frage: "Wie können wir tatsächlich beginnen, uns in Shamatha niederzulassen?"
Wie bereits erwähnt, ist es nötig, eine gute Haltung einzunehmen und zu lernen seinen Platz einzunehmen. Als Student von Shamatha begibst du dich zu deinem Zafu. Du setzt dich hin und nimmst deine Haltung ein. Du magst nun die Erwartung haben, Shamatha zu praktizieren. Du erwartest, dass etwas passiert.
Es ist, wie auf einem Stuhl Platz zu nehmen, um zu dinieren- oder seine Kleider auszuziehen, um sich schlafen zu legen – oder vor dem Duschen den Wasserhahn aufzudrehen. Es gibt eine natürliche Erwartung und eine Vorbereitung, die gut zu sein scheint. Das allein ist schon ein guter Anfang.
Wir kennen neun Techniken, um den Geist in Shamatha zur Ruhe kommen zu lassen.
Diese Techniken sind in allen buddhistischen Schulen gleich – in der Theravada-Tradition, der Zen-Tradition und auch in den frühen Schulen des Hinayana und Mahayana.

Diese neun Techniken sind in gewisser Weise miteinander verbunden. Sie lassen sich nicht scharf voneinander abgrenzen. Aber wie auch immer, da sie Jahrhundert für Jahrhundert gelehrt wurden und weil sie funktionieren, werden wir sie besprechen. Ich werde sie mit euch teilen. Sie sind berühmte und sehr traditionelle, buddhistische Meditationstechniken.

 

 

 

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